Chemische Waffen – Eine Klassifizierung

Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte sind verschiedene flächendeckende Waffen entwickelt worden, um Menschen zu töten. Einer dieser Waffen sind die sogenannten chemischen Waffen, die in dem Artikel genauer betrachtet werden sollen.

Chemische Waffen: Kampfstoffe

Die Kampfstoffe werden je nach Ziel am menschlichen Körper in verschiedene Kategorie Klassen unterteilt. Es existieren Kampfstoffe, die die Lunge attackieren. Das Opfer ist dann nicht mehr in der Lage, zu atmen. Blutkampfstoffe zeichnen sich dadurch aus, dass der Sauerstofftransport im Blut unterbunden wird. Typischer Kampfstoff ist hier das Chlorcyan. Es existieren auch Kampfstoffe, die die Haut attackieren. Gegnerische Soldaten werden so kampfunfähig gemacht. Senfgas stellt einen dieser berüchtigten Kampfstoffe dar. Todbringende chemische Kampfstoffe sind die sogenannten Nervenkampfstoffe. Diese blockieren das Nervensystem und führen zu schweren Lähmungen und Muskelkrämpfen. Als Mittel tauchen in der Verwendung besonders VX-Gas und Sarin auf. Um die Schleimhäute und Augen anzugreifen, werden Augen- und Rachenkampfstoffe verwendet.

Chemische Waffen: Kampfmittel

Chemische WaffenUm chemische Waffen und Kampfstoffe in das entsprechende Zielgebiet zu bringen, bedarf es den Einsatz geeigneter Transportmittel im Zusammenspiel mit den chemischen Substanzen. Diese Transportmittel werden chemische Kampfmittel genannt. Zum Beispiel werden Artilleriegranaten mit chemischen Kampfstoffen bestückt, um ein Zielgebiet zu beschießen. Heutzutage findet die Verwendung von flüssigen Kampfstoffen in der Armee statt.

Chemische Waffen: Flüchtige und sesshafte Arten der Kampfstoffe

Flüchtige Kampfstoffe werden über kleine Tropen verteilt. Der Kampfstoff kann dadurch schnell wieder verdampfen, so dass eigene Truppen ohne Schaden und Schutz dieses beschossene Gebiet, das von den jetzt geschwächten Truppen gehalten wird, durchqueren können. Raketenwerfer können dieses Gebiet mit entsprechenden chemischen Sprengköpfen beschießen. Möchte man strategische Ziele angreifen, so werden sogenannte sesshafte Einsatzarten der Kampfstoffe benutzt. Bei diesen sind die Tropen größer. Damit verdunstet der Kampfstoff schlecht. Das Gebiet befindet sich dadurch länger in der Kontaminierungsphase. Truppen können nur mit Schutzanzügen das Gebiet betreten, so dass die Truppenmoral in Mitleidenschaft gezogen wird.

Marc Krüger
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