Das Geldsystem – der Mythos vom Wohlstand

Jeder hat es, manchmal viel, am meisten jedoch wenig davon. Die Rede ist vom Geld. Was ist eigentlich Geld, woher kommt es und warum benutzt man es?

Was ist Geld?

Der US-DollarGeld stellt einen Wertaufbewahrungsmöglichkeit für einen Gegenstand dar. So was es mal in der Vergangenheit. Es diente als praktisches Tauschmittel auf den Märkten. Es gab allerlei verschiedene Gelder. Am weitesten verbreitet waren die Silber und Goldmünzen. Nun war zum Beispiel den Cowboys im wilden Westen diese Münzen zu schwer und zu unhandlich. Diese brachten die Münzen zu Banken, die ihnen ihrerseits dafür Bankbelege gaben. Diese „Bankbelege“ waren durch besondere Stempel zertifiziert. Daraus wurden später dann die Banknoten. Man konnte mit diesen Einlagerungsscheinen von einer Bank zur anderen Bank gehen und bekamt jederzeit seine Gold oder Silbermünzen ausgeliefert.

Bretton-Woods-Abkommen

Diese Marktgegebenheiten gingen eine zeitlang gut. 1944 wurde das Bretton-Woods-System etabliert. Dieses bestimmten den US-Dollar als Leitwährung in der Welt und der Dollar an sich war durch Gold gedeckt. Die Wechselkurse unter den verschiedenen Währungen waren damit statistisch. In Folge der geopolitischen Ereignisse wurde das Geldsystem in den 70er Jahren reformiert. Stattdessen traten „flexible“ Wechselkurse. Der Goldstandard wurde aufgelöst, stattdessen wurde der US-Dollar an das Öl gekoppelt. Somit erhielt der Dollar erneut seine Vormachtsstellung als Leitwährung unter den ganzen übrigen Währungen.

Ist das aber die ganze Wahrheit?

Der Krieg in Vietnam kostete viel Geld, Geld, was man in Form von Gold nicht hatte. Also musste eine Alternative her. Die Rede ist vom Fiat-Money. Dabei entsteht Geld durch Kredite. Jedes Mal, wenn jemand privat oder staatlich einen Kredit aufnimmt, entsteht „Geld“. Treten jetzt Politiker mit der Forderung auf, man müsse „Sparen“, so ist dieses ein Irrglaube. Das kann nicht funktionieren, weil das ganze System zusammenbrechen muss. Einige neo-liberale Leute glauben, man könne mit Wachstum die Schulden bezahlen. Ebenfalls falsch, das Wachstum entsteht erst durch Schulden. Einher geht hier auch das Thema „Arbeit“. Die Prozesse werden nun mal outgesourct, sei es ans Ausland, oder an Maschinen. Damit hat man einen Wertverfall der Produktion und damit auch der Arbeit. Die Preise für Produkte müssten also fallen. Wenn nun die Produktion weiter ausgedehnt wird, und alle Politiker reden ja immer vom Wachstum, so muss immer mehr Schuldgeld in den Geldkreis gebracht werden. Wie man erkennen kann, hat dieses nicht nur ökonomische sondern auch ökologische Probleme gebracht. Kostet es, was es will, die Menschheit muss wachsen. Die Frage bleibt, warum haben dieses System? Fortsetzung folgt.