Die Definition vom Leistungsschutzrecht

Heise Online macht in einem interessanten Artikel auf den Beginn des sogenannten Leistungsschutzrechtes aufmerksam. Im Bundestag war das Gesetz am 14 Mai 2013 verabschiedet worden, um das Urheberrecht für Erzeuger von Presseartikeln besser zu schützen. Damit sind Verlagshäuser bzw. Verleger von Zeitungen in der Lage, ihre Produkte für kommerzielle Ziele zur Verfügung zu stellen. Allerdings existiert hier eine entsprechende „Weichzone“, nach denen kurze Zusammenfassungen oder Ausschnitte der entsprechenden Artikel erlaubt sind. Wieviele Wort oder Texte dieses im Genauen sind, stellt derzeit eine große Rechtsunsicherheit dar.

Mehrere Websites schließen

LeistungsschutzrechtDie Folge des Leistungsschutzrechtes ist nun, dass bereits viele kleine Internetprojekte und Blogger ihre Websites bereits geschlossen oder schließen werden. Insbesondere Aggregatoren, die insbesondere die XML-Feeds der Presseverlage abgreifen, sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Oftmals stecken hinter den Projekten sogenannte Hobby und Ein-Mann Projekte, die es einfach aus organisatorischen oder finanziellen Gründen nicht schaffen, hier Erlaubnisse von den Verlagen einzuholen.

Suchmaschine gegen Verlage?

Große Suchmaschinen wie Google sagen nun explizit, wer nicht als Online-Medium die Erlaubnis zur Indexierung gegeben hat, wird beim News-Portal mit den Kurzauszügen der Nachrichten
nicht mehr gelistet werden. Dieses Prozedere wird „Opt-In“-Verfahren genannt. Es gibt Gerüchte, dass die Verlage wie dieses bereits mit der GEMA in der Film- und Musikbranche üblich ist, eine Verwertungsgesellschaft aufbauen wollen.

Innovatives Denken

Verlage wie heise online sind hier innovativ. Diese haben bereits vor einiger Zeit die Nutzung von kurzen Textpassagen erlaubt. Damit zeigt der Verlag, dass das aktive Linksetzen von anderen Websites auf die eigenen Artikel die Position im Web und auch in der „Offline“ Welt stärkt. Ebenfalls wird dadurch
das sogenannte Authority-Buildung der eigenen Website enorm erhöht.

Fazit

Es ist bedauerlich, dass das Leistungsschutzrecht verabschiedet werden musste. Es wird für kleine Websites schwer sein, ein gutes Angebot bezüglich von Presseartikeln zu betreiben. Einmal mehr zeigt die Bundesregierung, dass sie von Internet und Web nichts versteht. Moderne Geschäftskonzepte sind dringend von Nöten. Eine Idee ist die Kooperation von Blogbetreibern und Verlagen, bei denen die Einnahmen geteilt werden. Mir persönlich fallen hier viele Ideen ein, man muss nur wollen.

Marc Krüger
(Bild:nemo/pixabay.de)