Der demografische Wandel aus Sicht der Sicherheit

Arbeitnehmer schuftet

Arbeitnehmer schuftet

Hat der demografische Wandel auch Einfluss auf die Sicherheitspolitik und damit der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands? Der demografische Wandel wird auch die Bundeswehr vor Veränderungen stellen. Erst die Volkszählung zeigte auf, dass die Zahlen allzu optimistisch waren. Die Zahl der potentiellen Arbeitnehmer wird sinken, und damit befindet sich die Bundeswehr als Arbeitgeber mit anderen Firmen und staatlichen Organisationen im Wettstreit um die besten Arbeitnehmer.

Exportmilliarden bringen nicht die Besserung

Obwohl viele Produkte mit dem Gütesiegel „Made in Germany“ verkaufen werden können, und der Exportüberschuß noch nie so hoch war, scheint es nicht zu gelingen, ausgeglichene Haushalte zu präsentieren. In einigen Jahren dürfte die Situationen noch schwieriger werden. In den nächsten 10 Jahren wird die sogenannte Generation der Babyboomer in den Ruhestand gehen. Dabei wird es in den genannten Zeitraum immer weniger Arbeitnehmer geben, die ja dann die Rente und Pension zu finanzieren haben.

Der demografische Wandel und die Folgen

In den nächsten 10 Jahren werden pro Jahr ungefähr 800.000 Arbeitnehmer und Arbeinehmerinnen in den Ruhestand gehen. Die Folgen sind Dämpfung der Wirtschaftsleistung, Senkung der Steuereinnahmen und Erhöhung des Staatshaushaltes.

Endet der Wohlstand der Renter?

In der Bundesrepublik verfügen wir über ein umlagefinanziertes Rentensystem. Einige Arbeitnehmer bringen über einen Renter die Rente auf. Solange man mehr junge Menschen als alte hat, funktioniert dieses System auch wunderbar. Nur leider werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren. Die Folgen sind fatal, die heutigen Steuerzahler werden zu Rentnern.

Aufstand der Jungen oder der Alten?

Soli, private Rentenvorsorge, höhere Energieausgaben und die Pflegeversicherung sollen nun die Jungen schultern. Gefragt wurden sie jedoch nicht. Hinzu dürften auch noch die Kosten für Gas, Öl und Lebenshaltung im Allgemeinen, ach ja, und die europäischen Staaten müssen unbedingt noch finanziert werden.

Die politische Macht der Alten

Die „Alten“ werden also bald die größte Gruppe darstellen. Entsprechend werden bei Wahlen die Regierungen eben von dieser Generation bestimmt werden. Die Staatseinnahmen werden dann sinken, wenn es nicht gelingt, nur Immigration das Problem in den Griff zu bekommen. Auch die Infrastruktur wird dann leiden, obwohl – und das ist nicht zu übersehen – gerade Straßen neu gemacht werden müssen. Die Sozialausgaben werden weiter steigen, will man den sozialen Frieden bewahren. Entsprechend werden andere Posten im Haushalt aufgegriffen wie zum Beispiel der Verteidigungshaushalt. Aber vorsicht: Viele Kommunen setzen auf die Kaufkraft der Soldaten vor Ort, was soll passieren, wenn diese Käufer dann wegbrechen? Eine Möglichkeit besteht noch, indem man mehr Waffen ins Ausland verkauft, dann könnten die einheimischen Firmen wenigstens den Wegfall der Bundeswehr als Kunden auffangen.
(Bild: geralt / pixabay)