John F Kennedy Biografie

John F Kennedy (John Fitzgerald „Jack“ Kennedy) gehört zu den schillernsten und gleichzeitig tragischen Präsidenten in der amerikanischen Geschichte. Angetreten das Land einem Erneuerungsprozess zu unterziehen, kam er 1963 unter mysteriösen Umständen um das Leben. Noch heute fragen sich viele Menschen, was der charismatische Demokrat Kennedy alles hätte erreichen können.

Der Weg zum Präsidenten des John F Kennedy

John F KennedyKennedy kam am 29. Mai im Jahr 1917 in Brookline, Massachusetts zur Welt. Als Sohn wohlhabender Eltern genoss er eine sorgenfreie Kindheit und schrieb sich nach Abschluss der Schule 1935 an der Princeton University ein. Durch eine Krankheit wurde er jedoch zum Abbruch des Studiums gezwungen und versuchte es im folgenden Jahr erneut. Er begann in Harvard ein Politikstudium, welches er 1940 abschloss.
Trotz schlechter Gesundheit meldete er sich im folgenden Jahr freiwillig für die Armee und wurde Mitglied der Marine. Während des 2. Weltkrieges starb sein ambitionierter Bruder Joseph und alle Hoffnungen des Vaters auf eine erfolgreiche politische Karriere seiner Kinder ruhten von nun an auf John F Kennedy. Er begann politisch aktiv zu werden und schaffte es 1946 auf Anhieb in das Repräsentantenhaus. Da er nach eigenen Angaben jedoch schnell bemerkte, wie beschränkt die Arbeit der Repräsentanten war, kandidierte er 1952 für einen Sitz im Senat, den er knapp gewann. Nach seiner Wiederwahl 1958 wurde er zum Favoriten für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Er wurde nominiert und startete in den Wahlkampf gegen seinen republikanischen Kontrahenten Richard Nixon. Die Wahl am 8. November 1960 konnte Kennedy mit knappem Vorsprung gewinnen. Er wurde zum zweitjüngsten Präsidenten der amerikanischen Geschichte.

Die Amtszeit der 1036 Tage

Kennedys kurze Amtszeit ist von einigen signifikanten geschichtlichen Ereignissen geprägt. Für Deutschland unvergessen ist sicherlich seine berühmte Rede vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin. Mit den Worten „Ich bin ein Berliner“ machte er der Welt klar, dass Deutschland auf die Unterstützung der USA zählen konnte. Generell war seine Amtszeit von außenpolitischen Spannungen mit den kommunistischen Regimen, allen voran Russland, geprägt. Kennedy musste sich vor allem mit der Stationierung russischer Atomraketen auf Kuba auseinandersetzen und einen Weg finden, diese heikle weltpolitische Situation zu lösen.
John F Kennedy ging auch als Visionär in die Geschichte ein. So lenkte er bereits Anfang der 1960er Jahre den Blick der Menschen auf die Sterne und kündigte die erste Mondlandung noch bis zum Ende des Jahrzehnts an. Diese Weitsichtigkeit wurde allerdings erst nach seinem Tod Realität. Innenpolitisch konnte Kennedy nur wenige seiner Ziele erreichen und in seiner kurzen ersten Amtszeit kaum Akzente setzen. Schon früh setzte er große Hoffnungen in seine zweite Amtszeit. Zu dieser kam es jedoch nie. John F. Kennedy wurde am 22. November 1963 während einer Wahlkampfreise in Dallas, Texas auf offener Straße erschossen.

Marc Krüger
Bild (wikiImages / pixabay)