Direkte Demokratie – Gegen die Demokratur

DemokratieDie Politikverdrossenheit steigt und ist weiterhin hoch. Dieses ist zuletzt an den niedrigen Wahlbeteiligungen zu merken. Woran mag das liegen? Zum einen sind viele Entscheidungen nicht ersichtlich, völlig unlogisch für den Außenstehenden und gegen die Interessen der Mehrheit. Meint man zu sagen.

Kandidatenkür

Das geht damit schon los, dass Kandidaten auf einer Liste gewählt werden. Wer oder was entscheidet hier eigentlich? Hinter dem Rücken finden Absprachen statt, der Vorstand empfiehlt sogar bestimmte Personen auf die eine oder andere Position zu setzen. Alles geschieht aus taktischen Gründen, und wehe, die eine oder andere Personen ist nicht auf ihrere Wunschposition. Sofort kochen die Eitelkeiten hoch. Geht es hier noch um die Sache? Werden die Personen nach Fachwissen aufgestellt? Oder entsteht die Liste durch List und Tücke einzelner Personen? Dort fängt der Lobbyismus schon an. Nein? Kandidaten dürfen sich für bestimmte Listenpositionen nur zur Wahl stellen, wenn danach ordentlich Bares fließt. Da werden dann zumindest denkwürdige Spendenformulare versendet. „Alle Kandidaten von Position 1-10 sollen, nein müssen 2000 Euro spenden“. Also zählt der Geldbeutel, und nicht das Können oder Wissen. Weiter geht es mit den Geheimgesellschaften. Eine Partei bekommt Gelder von Mitgliedern, aus Spenden, und aus der sogenannten Wahlkampfkostenrückerstattung. Prima, also bringt man noch ein paar Bekannte unter, die dann persönlich eine Vollzeitstelle ausfüllen. Alles geheim, keiner darf es erfahren. Transparenz nach innen und außen sieht anders aus.

Lügen und Tabus

Schaut man genauer hin, so werden schnell die Mauscheleien erkennbar. Ein Meer von Lügen und Tabus und geheimen Absprachen. „Parteien sollen doch das Volk repräsentieren“. Weit gefehlt. Hier werden also Personen erkoren, wo bereits der Geruch von etwas Verbotenen in der Luft liegt. Diesen Gestalten soll dann auch noch die Stimme gegeben werden. Merken Sie was?

Die Sportarenen

Politik ist nicht durchsichtig. Vergleicht man die langweiligen Debatten, da werden Zahlen aus Stastiken vorgelesen, und jeder hat eine andere Zahl parat. „Vertrau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Der Fußball boomt, das liegt daran, dass dieser auf dem Spielfeld klar und deutlich Sieger und Verlierer zeigt. Die Debatten im Plenarsaal sind öde und dröge. Hier geht es besonders darum, dass Politik und Minister sich ihre Pensionsansprüche sichern. Zu diesem Zweck reichen schon zwei Legislaturperioden aus. Ein normaler Arbeitnehmer muss dafür mehr als 40 Jahre arbeiten. Klar, die Riesterrente wird es schon richten. Erneut wurden dort die Interessen Anderer vertreten, aber nicht die vom Wähler.

Aufstand der Anständigen?

Die Brasilien begehren die Menschen auf, und das zur Zeit des Confed-Cups. Der Weltfußballverband ist entsetzt. „Die Demonstraten nutzen den Confed-Cup aus“. Ja und? Wo liegt jetzt das Problem. Die nächsten Pulverfässer warten schon. Sei es Frankreich, Italien, Griechenland oder Spanien, wo mehr als 50 Prozent der Jugend arbeitslos ist.

Karriere im öffentlichen Dienst

Jetzt wird es interessant. Bestimmte Leute wollen Karriere im öffentlichen Dienst machen. Ab bestimmten Hierachien geht es aber nicht mehr ohne Parteibuch. Hier entscheidet dann die Farbe. Nach einem Regierungswechsel werden diese Parteigänger allesamt gegen üppige Pensionen ausgetaucht, natürlich gegen treue Gefolgsleute.

Wie wird es wieder besser?

Politiker müssen direkt gewählt werden, also wir sprechen hier von „Direkte Demokratie“. Die Listenwahl ist aus meiner Sicht abzuschaffen. Auch die Ämter wie Bürgermeister, Ministerpräsident oder Bundeskanzeler bzw. Präsident sind direkt zu wählen. Irgendwelche Sperrklauseln sind abzuschaffen, eine Demokratie muss das abkönnen. Anträge muss jeder Bürger in das Parlament zum Beispiel über das Internet einbringen können. Ich würde mal sagen, Zeit, das sich was ändert. Willkommen im Zeitalter des Wassermanns.
(Bild:nemo/pixabay)