Direkte Steuern in Deutschland

Der Artikel „Direkte Steuern“ befasst sich mit dieser Abgabenform in einem Staat.

Direkte Steuern: Rechtliche Prinzipien


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Bei der Erhebung von Steuern müssen diese nach den gerechten, ergiebigen, unmerklichen und praktikablen Prinzipien eingezogen werden. Die Anwendung von Steuern setzt immer auch eine gewisse Fairness voraus. Das heißt, die Steuern müssen in der Form ausgerichtet werden, dass diese die ökonomische Fähigkeit des Bürgers berücksichtigt. Wie in der Rechtsprechung des römischen Rechts üblich gilt auch hier der Gleichbehandlungsgrundsatz. Steuern dürfen nicht willkürlich verteilt und eingetrieben werden. Liegt keine Begründung für eine Steuer vor, so wird von Willkür gesprochen. Ebenso ist es ein Prinzip, dass das Steuerrecht regel- und gleichmäßig angewendet wird. Insbesondere die Anwendung des Rechts durch die staatlichen Behörden muss geachtet werden. Wie üblich in einem demokratischen Rechtsstaat dürfen neue Gesetze in der Vergangenheit als gültig erklärt werden. Dadurch wird ein gültiger Rechtsrahmen zum Beispiel für Unternehmen geschaffen.

Direkte Steuern: Unterscheidungskriterien

Direkte SteuernGenerell werden die Steuern unterschieden in indirekten und direkten Steuern. Sind der Steuerschuldner und der Steuerträger gleich, so spricht man von einer direkten Steuer. Bei Übertragung der Steuern vom Schuldner zum Träger der Steuer wird von indirekten Steuern gesprochen. Die Besteuerung eines Arbeitslohns entspricht einer Personensteuer. Die Besteuerung der Personen erfolgt abhängig von der Einkommenshöhe. Werden Steuern unabhängig von der ökonomischen Stärke eines Bürgers erhoben so spricht man von sogenannten Realsteuern.

Direkte Steuern: Steuererhebung

Das eigentliche Eintreiben der Steuern erledigen Behörden auf Bundes-, Landes-, oder Kommunalebene. Die Hauptzollämter verwalten dabei die Steuern für den Bund. Hierzu zählen Steuern wie Kaffeesteuer, Tabaksteuer oder auch die KFZ-Steuer. Finanzämter administrieren die sogenannten Gemeinschaftssteuern. Die Einnahmen hier teilen sich Bund und die Bundesländer. Es existieren auch Steuern, die exklusiv von den Ländern eingenommen werden. Beispiel sind Erbschaftssteuer und die Grunderwerbessteuer. Kommunen können Steuern von Gewerbe und Grund eintreiben und behalten.

Marc Krüger
Bilder(hexenkueche/pixabay.com)


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