Genfer Konvention – Schutz von Gefangenen

Die sogenannte internationale anerkannte Genfer Konvention besteht aus vier Abschnitten, in den die Anwendung des humanitären Völkerrechts im Falle einer Kriegshandlung zwischen Staaten oder innerstaatlichen Konfliktparteien geregelt wird. Der Artikel drei der Genfer Konvention sagt aus, dass Menschen, die nicht mehr kämpfen können oder wollen, sei es zum Beispiel weil diese verletzt oder krank sind, humanitär behandelt werden müssen. Dabei spielt die Hautfarbe, die Religion oder das Geschlecht keine Rolle. Kranke und verwundete müssen medizinisch versorgt werden. Entweder macht dieses die Kriegspartei selbst oder ruft die Unterstützung von einer humanitären Organisation an. Übrigens kann ein Unterzeichner auch den Vertrag kündigen. Die Kündigung gilt aber nur, wenn der Unterzeichner sich aktuell nicht in einer kriegerischen Auseinandersetzung befindet.

Genfer Konvention: Genfer Abkommen Eins – Für das Heer

Genfer KonventionDes Genfer Abkommen I verbessert den Status von Verwundeten und kranken Personen der an einer kriegerischen Auseinandersetzung beteiligten Parteien von Heerestruppen. In Obhut befindliche Kriegsgefangene dürfen nicht Folter oder andere fragwürdige und menschenverachtenden Anwendungen erfahren. Ebenso sichert der Artikel, dass die Sanitätsorganisationen und deren Angehörige unter keinen Umständen attackiert werden dürfen. Es muss zum Beispiel eine farbliche Kennungen der Sanitäter mit einem roten Kreuz bzw. Halbmond erfolgen, um gültige Schutzzeichen zu tragen.

Genfer Konvention: Genfer Abkommen Zwei – Für die Marine

Mit dem Genfer Abkommen II werden insbesondere die verwundeten oder erkrankten Soldaten der Marine besonders geschützt. Schiffbrüchige, die quasi von Wasser aufs Land gelangen, fallen damit automatisch unter das Genfer Abkommen I. Ansonsten gelten die Regeln wie beim Abkommen I. Es ist erlaubt, Schiffe neutraler Staaten ein Hilfegesuch beim Kranken und Verwundetentransport zu entsenden. Sanitätsschiffe mit einer entsprechenden Kennzeichnung sind von kriegerischen Auseinandersetzungen zu verschonen. Die Schiffe dürfen ihrerseits keine Kampfhandlungen unternehmen. Eine Chiffrierung des Funkverkehrs ist untersagt.

Genfer Konvention: Genfer Abkommen Drei – Kriegsgefangene

Kriegsgefangene müssen menschenwürdig untergebracht werden. Körperlich darf bei ihnen keine Gewalt angewendet werden. Sie dürfen verhört werden, müssen hier lediglich den Namen mit Geburtsdatum, den Dienstgrad und die vergebene Personenkennnummer innerhalb der eigenen Armee nennen. Texte und Anordnungen müssen in die jeweilige Sprache übersetzt werden. Ebenfalls sollen Freizeit-, Arbeits- und Sportaktivitäten den Gefangenen ermöglicht werden.

Genfer Konvention: Genfer Abkommen Vier – Zivilisten

Werden Zivilisten in einem bewaffneten Konflikt festgehalten, so gilt für diese das Ankommen IV. Zivilisten, die Spionage betrieben haben oder gar Sabotageakte ausübten, sind von der Anwendung des Genfer Abkommens IV nicht unterworfen. Krankenhäuser im zivilen Bereich sollten nicht durch militärische Aktionen beeinträchtigt werden. Zwangs mäßig durchgeführte Transporte von Zivilisten sind untersagt. Die Besatzungsmacht muss die Versorgung der besetzten Gebiete und deren Zivilisten ermöglichen. Sei es durch eigene Lieferungen oder durch Dritte durchgeführte Hilfstransporte von Lebensmittel oder Medikamenten.

Weitere Informationen sind beim Deutschen Roten Kreuz zu erhalten: DRK

Marc Krüger
Bilder(werner22brigitte/pixabay.com)