Hauptstadt Jemen – Sanaa in der Neuzeit

Der Artikel beschäftigt sich mit der Hauptstadt Jemen Sanaa. Gerade der Anschlag auf die deutsche Botschaft in Sanaa macht deutlich, wie gefährtlich ein Leben in der Hauptstadt des Jemens sein kann.

Hauptstadt Jemen: Sanaa als wirtschaftlicher Mittelpunkt


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In der Hauptstadt Sanaa befinden sich zahlreiche Betriebe aus dem Bereich Textil, Handwerk wie Eisenverarbeitung oder Rüstungsindustrie. Das Bild des öffentlichen Personennahverkehrs zeichnet sich Taxen und kleinen Personentransportern aus. Sanaa ist ebenfalls über den internationalen Flughafen erreichbar. Ein großes Problem stellt die örtliche Wasserver- und entsorgung dar. Slumbildung in Sanaa führe ebenfalls zu gesundheitlichen und hygienischen Beeinträchtigungen in der Stadt. Sanaa verfügt auch über eine Universität. Arabisch ist Amtssprache.

Hauptstadt Jemen: Geschichte

Hauptstadt JemenBereits im ersten Jahrhundert nach Christus wurden Schriften im Bereich des heutigen Sanaa gefunden. Im siebten Jahrhundert wurde ganz Jemens islamisch, so dass auch Sanaa überwiegend von Muslimen seit dem bewohnt wird. Unter der späteren Herrschaft des Osmanischen Reiches wurde Sanaa in der Infrastruktur und in den Bauten verbessert. Um 1900 war Sanaa Mittelpunkt des Jemens, reger Handel verhalf der Stadt zu Einnahmen. Die Ausrufung der „Arabischen Republik Jemen“ im Jahre 1962 führte zunächst zum Bürgerkrieg, und der anschließenden Trennung von Jemen in Nord- und Süd Jemen. Im Jahre 1990 fand ironischerweise mit der deutschen Vereinigung auch die Wiedervereinigung von Nord- und Süd Jemen statt.

Hauptstadt Jemen: Landflucht lässt Bevölkerung wachsen

Dem globalen Trend der Landflucht vom Land in die großen Städte kann sich auch Sanaa nicht entziehen. Von anfangs 135.000 Einwohnern in den 70er Jahren leben mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Menschen in der „Hauptstadt Jemen“ Sanaa. Allerdings kann die Infrastruktur mit diesem enormen Wachstum nicht mithalten. Entsprechend entstehen überall nicht immer kontrollierbare Behausungen. Dabei ist Sanaa zum Weltkulturerbe durch die UNESCO erklärt worden. Insbesondere die Altstadt und dem Basar, der an seiner Ursprünglichkeit wenig eingebüßt hat, sind sehenswert. Ebenfalls können Besucher auch verschiedene Museen bewundert. Interessant ist auch die alte örtliche Befestigungsanlage der Himjariten.

Marc Krüger
Bilder(MJO/pixabay.com)


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