Krim Geschichte – Eine wechselseitige Geschichte

Die Krim Geschichte hat viele Völker auf dieser Halbinsel erlebt. Einige Imperien wie Rom, die Goten, Byzanz, das Osmanische Reich, oder zuletzt Russland hatten die Halbinsel bereits in ihr Staatsgebiet aufgenommen.

Krim Geschichte – Die Antike


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In der Antike siedelten zahlreiche Völker auf der Krim. Insbesondere die griechische Stadt Cheronesos fiel dabei besonders ins Gewicht, da dieses als erste Siedlung des heutigen Sewastopol angesehen werden kann. Zunächst wurde im ersten Jahrhundert vor Christus Roms Einfluss größer, jedoch war die Halbinsel Bestandteil des Bosporanischen Reiches. Die große Völkerwanderung, die im dritten Jahrhundert nach Christus begann, brachte die Goten auf die Insel. Im fünften Jahrhundert erreichte auch der sogenannte Hunnensturm die Krim.

Krim Geschichte – Mittelalter

Krim GeschichteDas Reich von Dschingis Khan hatte auch die Krim in ihrem Einflussgebiet. Zahlreiche Handelswege führten über die Krim in den Rest des Mongolen-Reiches. Zugute kam die gute geostrategische Lage zur Seidenstraße.
Als die sogenannte „Goldene Horde“ von der Weltbühne verschwanden, entstand ein eigenständiger Krim-Mongolen-Staat. Um 1500 waren die Tataren siegreich gegen den letzten Khan.
Im 15.Jahrhundert hatte damit Truppen des Osmanischen Reiches die Krim erobert. Die nun herrschenden Tataren griffen von der Krim aus die Ukraine und Russland an. Dabei wurde viel Beute gemacht, Gefangene wurde als Sklaven verkauft.

Krim Geschichte – 18.Jahrhundert

Im 18.Jahrhundert verschwand allmählich der Einfluss des Osmanischen Reiches auf der Krim. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der unabhängigen Krim und Russland wuchsen. Im Jahre 1783 war die Krim durch die Zarin Katharina die Zweite erobert worden. Katharina veranlasste fortan, dass nun auch andere Bevölkerungsgruppen auf der Krim siedelten. Zu ihnen gehörte zum Beispiel Deutsche oder auch Griechen. Die Tataren mussten die ertragreichen Gebiete verlassen, welche an die russischen Aristokraten verkaufen wurden.

Krim Geschichte – 19.Jahrhundert und die Oktoberrevolution

Mitte des 19.Jahrhundert kam es zum Krimkrieg zwischen Russland und dem Bündnis bestehend aus Osmanisches Reich, Frankreich und England. Teile der Krim gelangen zeitweise unter Kontrolle der Alliierten.
Nach Ende des Krimkrieges flüchteten viele Tataren in das Gebiet der heutigen Türkei. Im Zuge der Oktoberrevolution 1917 wurde die Krim-Halbinsel als Sowjetische Republik ausgerufen. Nach Ende des Bürgerkriegs in Russland erlangte die Krim einen Status als autonome Republik.

Krim Geschichte – Krim wird ukrainisch

Die Deutsche Wehrmacht hatte die Krim in den Jahren 1942 bis 1944 besetzt. Im Mai 1944 ließ Stalin nach der Rückeroberung der Krim durch die Rote Armee die Tataren nach Sibirien deportieren.
Nikita Chruschtschow, selbst Ukrainer, übergab im Jahre 1954 die Krim der Sowjetrepublik Ukraine.

Marc Krüger
Bilder(tpsdave/pixabay.com)


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