Krise Römische Republik

Die „Krise Römische Republik“ ging einher mit dem rasanten Expansion Roms in den Mittelmeerraum hinein. Die Neuordnung Europas durch die Eroberungszüge Roms führte zu einem Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Interessensgruppen, so dass die Spannungen zwischen diesen anwuchsen.

Krise Römische Republik: Gründe und Auswirkungen

Die Adeligen gelangten zeitgleich mit dem Aufstieg Roms zu enormen Einfluss und Reichtum. Die eigenen Ländereien wuchsen an, weil auch ein enormes Heer von Sklaven kostenlos für die Adeligen gearbeitet hat. Die Sklaven kamen aus den neu eroberten Gebieten. Das Römische Heer mit seinen zahlreichen Legionen hatte fast ganz Europa unterworfen. Insbesondere waren es die Landwirte, die als römischer Legionär sich in den Dienste der römischen Armee stellten. Allerdings konnten in dieser Zeit die Felder nicht bestellt werden, so dass der einfache Bauer immer ärmer wurde. Viele von ihnen wurden so gezwungen, sich in die großen Städte des Römischen Reiches zu begeben. Mächtig wurden auch die Feldherren der Legionen, die oftmals nach siegreichen Eroberungen als Star gefeiert nach Rom zurückkehrten. Die Legionen waren auf diese Feldherren eingeschworen, so dass auch diese eine nicht unerhebliche politische Gefahr darstellten.

Krise Römische Republik: Beginn der Bürgerkriege

Krise Römische Republik133 vor Christus setzte Volkstribun Gracchus eine Reform des Landbesitzes durch. Die Oberschicht musste Land an die Kleinbauern abtreten, was auf Widerstand der Großgrundbesitzer und der Adeligen stieß. Nach der nicht verfassungskonform erneuten Wahl von Gracchus zum Tribun wurde Gracchus und seine Gefolgsleute ermordet. Die darauf ausgelösten Tumulte unter der Bevölkerung wurden mit dem Einsatz des Militärs schnell niedergeschlagen. Im Jahre 123 unternahm der jüngere Bruder Gracchus erneut das Problem des Landbesitzes auf. Dieser wurde jedoch ebenfalls getötet, so dass sich die teilweise gewaltbereiten Adeligen – auch Optimaten genannt – durchsetzen konnte.

Krise Römische Republik: Gaius Marius

Der Feldherr Gaius Marius hatte in mehreren Feldzügen gegen die Kimber und Teutonen Popularität unter der Bevölkerung gewonnen. Er wurde dann mehrere Male zum Konsul gewählt, was eindeutig gegen die Römische Verfassung verstieß. Zu seinem wichtigsten Programm zählte eine Agrarreform gepaart mit den Änderungen des Heeresdienstes. Das Heer war fortan ein Berufsheer. Die entlassenen Legionäre hatten somit mit ihrem Ausscheiden aus dem Dienst rechtlichen Anspruch auf ein Stück Land erworben. Das Land kam vom Römischen Staat, die Verteilung des Landes wurde von den Armeeführern der Legionen vorgenommen.

Krise Römische Republik: Krieg der Genossen

Weitere Probleme taten sich auf, als die Genossen Roms blutig das Bürgerrecht erlangten. Die Zahl der wahlberechtigen Bürger wuchs an, ohne dass diese wirklich wählen konnten, denn die Wahlen fanden in Rom statt. Dienende Soldaten aus diesen Gebieten fühlten sich auch aus diesem Grund dem eigenen Armeeführer zugehörig, als einem fernen Senat in Rom.

Krise Römische Republik: Imperator Sulla

Der Adelige Lucius Cornelius Sulla wurde im Jahre 88 vor Christus zum Konsul von den Senatoren gewählt. Die Populisten ergriffen daraufhin per Staatsstreich die Macht in der Römischen Republik. Sullas Legionen rückten daraufhin in Rom ein, und sicherten so die Macht Sullas. Ein Jahr später führte Sulla einen Feldzug gegen äußere Feinde. Die Populisten ergriffen die Macht und errichteten eine Schreckensdiktatur, da das Heer Sullas weit weg schien. Sulla kam im Jahre 82 v. Christus zurück und errichtete darauf die eigene Diktatur in Rom. Sulla trat drei Jahre später zurück und hatte damit die politische Herrschaft des Senats wiederhergestellt.

Marc Krüger
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