Kurs Rubel – Krise in Russland

Der Artikel „Kurs Rubel“ behandelt den rasanten Kurs-Verfall der russischen Währung in den letzten Wochen.

Kurs Rubel: Wirtschaftskrise in Russland

Der rasante Ölpreisverfall gekoppelt mit den Wirtschaftssanktionen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union und der schlechte Zustand der russischen Wirtschaft haben das Land in eine tiefe Krise gestürzt. Selbst die Anhebung des Leitzins durch die russische Notenbank auf mittlerweile 17 Prozent hat nur für einige Stunden gewirkt. Mittlerweile geht der Verfall des „Kurs Rubel“ weiter. Als letzte Waffe will die Notenbank in Russland nun Stützkäufe zugunsten des Rubels durch den Verkauf der Devisenreserven durchführen. Ob allerdings dieses wirksam gegen die EZB und FED sein wird, bleibt mehr als fraglich.

Kurs Rubel: Deutsche Wirtschaft betroffen

Kurs RubelDie Krise in Russland trifft auch das Geschäft deutscher Firmen, die mit dem Verfall der Währung schwer zu kämpfen haben. Zwar werden die Waren in Rubel bezahlt, die eigentliche Berechnungswährung bleibt aber der Euro. Waren aus dem Ausland werden dementsprechend nicht mehr so stark in Russland nachgefragt, so dass die Exporte um mehr als fünfzehn Prozent eingebrochen sind. Entsprechend haben die ersten deutschen Firmen reagiert und das Exportgeschäft nach Russland gestoppt, zumindest solange, bis sich die Lage wieder verbessert und stabilisiert.

Kurs Rubel: Situation in Russland

Die normale Mittelschicht führt Hamsterkäufe durch. Reiche Russen haben bereits massenhaft ihr Kapital in Euro, Dollar und Franken umgetauscht und außer Landes geschafft, was den Kursverfalls des Rubels nochmals beschleunigt hat.

Kurs Rubel: Situation Finanzmarkt

Russische Banken haben relativ hohe Auslandsschulden, die durch den Verfalls des Rubels stark zugenommen haben. Einige Kreise berichten von einem Komplott zwischen Saudi-Arabien und den USA, den Ölpreis zu drücken. Ziel ist es dabei, die Wirtschaft Russlands schwer zu treffen um Druck für eine Lösung in der Ukraine-Krise herbeizuführen. Auch gibt es weiterhin Spekulationen, dass über Syrien eine Pipeline von Saudi-Arabien nach Mitteleuropa gebaut werden soll. Genährt werden diese Spekulationen durch die Absage des sogenannten South-Stream-Projektes Russlands, bei dem eigentlich eine Pipeline durch das Schwarze Meer gebaut werden sollte.

Marc Krüger
Bilder(tpsdave/pixabay.com)