Statt mehr Tempo für Brummis: Schwerverkehr auf der Landstraße reduzieren

FREIE WÄHLER Hessen auch gegen Gigaliner

Kritisch sieht der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER Hessen, Walter Öhlenschläger, den Vorschlag der DEKRA, wonach Lastkraftwagen auf Landstraßen künftig 80 statt 60 Kilometer pro Stunde fahren sollen. “Es ist zu befürchten, dass durch eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit für Lkw künftig noch mehr Schwerverkehr auf die teilweise maroden Landstraßen verlagert wird. Einzig die Mautflüchtlinge könnten sich darüber freuen“.

Statt schon wieder eine neue Sau durch Dorf zu treiben, sollten sich die Verkehrspolitiker, die dem DEKRA-Vorschlag vorschnell zustimmen – nach Meinung der FREIEN WÄHLER – besser Gedanken über die Umsetzung der dringend erforderlichen Verlagerung des Güterfernverkehres von der Straße auf die Schiene machen.

“Gerade Transitgüter in südlich oder östlich von Deutschland gelegenen Ländern gehören nicht auf die Autobahnen und schon gar nicht auf Landstraßen“, erinnert Öhlenschläger an eine seit langem bestehende Forderung der FREIEN WÄHLER. Auch hinsichtlich der dringend erforderlichen Renovierung maroder Landstraßen und Brücken sehen die FREIEN WÄHLER ein großes Betätigungsfeld für nicht ausgelastete Verkehrspolitiker. Nach Schätzungen des Bundes sind bis zu 6,7 Milliarden Euro notwendig um allein die an den Brücken festgestellten Schäden zu beheben. Bevor vorschnell öffentliche Zugeständnisse gemacht werden fordern die FREIEN WÄHLER eine detaillierte Prüfung des DEKRA-Reports. Insbesondere die Fachleute von ADAC, AVD und der anderen Verkehrsclubs müssen dazu gehört werden. “Schon mit der heute geltenden Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ist es auf Landstraßen schwer genug, einen oder mehrere Lkw zu überholen. Insofern müssen sämtliche Auswirkungen einer Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit für Lkw genauestens überlegt werden“, so Öhlenschläger.

„Das gilt auch für Gigaliner, für die die deutschen Autobahnen überwiegend nicht gebaut wurden. Das betrifft beispielsweise die zu engen Ein- und Ausfahrten, die engen Kreisverkehre auf den Zubringerstrecken und die zu kleinen Parkmöglichkeiten auf den Rastplätzen. Deshalb sollten wir uns neue Probleme mit Gigalinern auf den deutschen Straßen ersparen“, so Öhlenschläger.

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Steffen Große
Bundespressesprecher FREIE WÄHLER
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