Versicherungspflicht Krankenversicherung

Der Artikel betrachtet die „Versicherungspflicht Krankenversicherung“ in der Bundesrepublik.

Versicherungspflicht Krankenversicherung – Definition


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In der Bundesrepublik Deutschland wurde die solidarische Krankenversicherung eingeführt, um teilweise auch hohe Behandlungskosten von Krankheiten oder Unfällen zu begleichen. Das deutsche Krankenversicherungssystem gliedert sich in einen Zweig von gesetzlichen Krankrenversicherungen. In diesem Zweig befinden sich rund 87 Prozent aller Krankenversicherten. Die privaten Krankenversicherungen versichern die übrigen 13 Prozent. Jeder Bürger, der in Deutschland seinen Wohnsitz gemeldet hat, ist verpflichtet, eine Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung abzuschließen. Damit soll das Risiko vermindert werden, dass Ärzte auf hohen Behandlungskosten sitzen bleiben, sofern der Patient nicht selber zahlen kann oder will.

Versicherungspflicht Krankenversicherung -Die gesetzliche Krankenversicherung für Arbeiter

Versicherungspflicht KrankenversicherungDer Reichskanzler Otto von Bismarck führte im Jahre 1883 die gesetzliche Krankenversicherung für die Arbeiter in Deutschland ein. Bismarck galt zwar als autoritär und reaktionär, wollte so den aufstrebenden Sozialdemokraten allerdings den Nährboden entziehen. Die Beitragshöhe richtete sich nach dem Verdienst eines Arbeiters und der Beitrag wurde somit entsprechend des Lohnes erhoben. Anfangs waren die erbrachten Leistungen vom Lohn abhängig. Dies änderte sich dahin, dass die Leistungen seitens der Krankenkasse unabhängig vom Lohn erbracht worden.

Versicherungspflicht Krankenversicherung -Die gesetzliche Krankenversicherung für Angestellte

Im Jahre 1911 wurden auch Angestellte in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen. Damit wurden immer mehr Menschen Mitglied in der „Krankenversicherung Deutschland“.
Lediglich Beamte, Richter, Selbständige, Soldaten und Geistliche (z.B. Priester, Pfarrer) können nicht Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein. Erst im Jahre 2005 wurde es möglich, dass sowohl Asylbewerber als Sozialhilfeempfänger („Hartz IV“) eine Krankenversicherungskarte erhalten. Die Abrechnung von erbrachten Leistungen erfolgt hier aus der Steuerkasse und nicht aus dem Budget der Krankenkasse.

Versicherungspflicht Krankenversicherung -Die private Krankenversicherung

Menschen können sich in einer privaten Krankenversicherung versichern, sofern sie Beamte sind, die einen Anspruch vom Staat auf Beihilfe haben. Für den Staat hat dieses den Vorteil, dass erst bei Leistungsabruf dieser zahlen muss. In der Regel – es existieren auch andere Verteilmodelle – werden 50 Prozent vom Staat mittels Beihilfe und 50 Prozent über die private Krankenversicherung bezahlt. Ebenfalls haben Selbständige und Freiberufler und auch Angestellte bzw. Arbeiter mit einem Einkommen, was über der Entgeltgrenze sich befindet, die Möglichkeit, sich privat zu versichern.

Marc Krüger
Bilder(saulhm/pixabay.com)


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