Vollgeld versus Schuldgeld

Der Artikel „Vollgeld versus Schuldgeld“ will insbesondere die Vorteile des Vollgeldsystem aufzeigen.

Vollgeld: Gelderzeugung im Schuldgeldsystem


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In den meisten Staaten gibt es nur ein gültiges Zahlungsmittel. Dieses sind in der Regel die Geldscheine und Münzen, die eine Zentralbank wie zum Beispiel die Europäische Zentralbank in Umlauf gebracht hat. Daneben existiert noch eine zweites „Geld“. Dieses ist das Giralgeld der Banken. Alle Konten bei den Banken sind also durch Giralgeld hinterlegt. Dieses Geld existiert nicht wirklich, sondern stellt ein „Credo“ der Banken gegenüber ihren Kunden dar, dieses Geld auch bei Anforderung tatsächlich in Scheinen oder Münzen zur Verfügung zu stellen. Dieses bedeutet also, dass im Vollgeldsystem das Geld wirklich physisch existiert und anfassbar ist.

Gelderzeugung durch neue Kredite

VollgeldIm Gegensatz zum Vollgeld können die Banken durch einen einfachen Buchungssatz „Forderung an Verbindlichkeiten“ Giralgeld aus dem Nichts – ex nihilo – erzeugen. Dazu bedarf es lediglich Kunden, die einen Kredit für Anschaffung von Waren benötigen. In dem Moment der Darlehensgewährung wird dieser Betrag in den Geldkreislauf gebracht. Dieser gewährte Kredit muss in der Regel nur noch mit 1/50 realem Geld gesichert und hinterlegt werden.

Wirtschaftsproduktivität und das Geldsystem

Durch diese unendliche Möglichkeit der Geldschöpfung in einem Schuldgeldsystem wird das Geld auf Dauer immer weniger wert. Hinzu kommt, dass das so erzeugte Geld in die Aktien und Immobilienmärkte fließt.
In einem Schuldgeldsystem ist die Menge des Geldes unbegrenzt, die Waren der Realwirtschaft sind dagegen begrenzt. Dagegen bleibt der Wert beim Vollgeld stabil und steht in der Regel der Produktivität einer Volkswirtschaft entgegen.

Unendliche Geldschöpfung und Umweltschutz

Die Geldschöpfung aus dem Nichts zwingt die Volkswirtschaften dazu, ständig ein hohes Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Die Zinsen müssen entsprechend erwirtschaftet werden, obwohl die Schulden niemals zurückbezahlt werden. Bei dem Vollgeld muss die Bank erst die Guthaben verfügen, um diese als Kredite vergeben zu können. Hinzu kommt auch, dass die Geldschwemme Spekulationen an den Finanzmärkten auslösen können.

Vorteile beim Vollgeld

Derzeit haben die Banken die Hoheit bei der Gelderzeugung. Dieses ist beim Vollgeld anders. Hier hat der Staat die Hoheit über das Geld. Die Entwicklungen beim auf und ab in den Wirtschaftsentwicklungen werden besser abgefedert werden können.

Marc Krüger
Bilder(Hans/pixabay.com)


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