Was bedeutet Politik?

Der Begriff Politikwissenschaft erklärt viele Einrichtungen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Institution und Regulierung von Staatssystem und Gesellschaft im rundum betreffen.
In der Politikwissenschaft hat sich pauschal die Überzeugung durchgesetzt, dass Politik „die Summa aller Interaktionen definiert, die auf die maßgebende [durch eine verdienstvolle Gewalt schlechthin verbindliche] Verbreitung von Werthaltigem [materielle wie Moneten oder überhaupt nicht-materielle wie Demokratie] abzielen“. Politisches Handeln kann durch folgenden Merksatz symbolisiert werden: „Soziales Wirken, das auf Entschluss und Regulierungsmechanismen orientiert ist, die alles einschließend unmissverständlich sind und das Verbandsleben von Individuen regeln“

Der Term Politikwissen wurde, mit Umwegen über das Römische (politica, politicus), nachher griechisch politiká zivilisiert. Dieses Wort bedeutete in den Stadt-Staaten des antiken Griechenlands sämtliche diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das bedeutete zu dieser Zeit: die Polis – betrafen. Gleichartig ist die Wort für Wort Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, die den Stadtstaat tangieren“ bzw. die „politischen Dinge“. In dieser Aussage ist „Politik“ vergleichbar mit dem römischen Begriff des römischen Staates, aus dem der moderne Terminus der „Republik“ hervorgegangen ist. Eine begriffsgeschichtlich gerade prominente Benutzung fand das Wort als Titel eines Werkes des antiken Denkers Aristoteles, der Politikwissenschaft.

Früher widmeten sich Gelehrte damit, wie politische Wissenschaft auszusehen hat; hier standen die Fragen „Was ist eine bestätigende und gerechte Ordnung des Staates?“ und „Wie erlangt man faktisch Wert im Staat?“ im Kern der Diskussion. Schon im Altertum verglich beispielsweise Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) allesamt diesem allgemein bekannten Konstitutionen (Politische Strukture) und entwickelte eine nebensächlich derzeit reichlich zitierte Typologie in seinem Opus politische Wisschenschaft. nahe der Menge der an der Stärke Beteiligten (einer, wenige, alle) unterschied er zwischen einer guten gemeinnützigen Ordnung (Königsherrschaft, Aristokratie, Politie) und einer unguten eigennützigen Staatsordnung (Despot, Oligarchie, Demokratie). Erste geschriebene Vorschrift zeigen, dass Politik sich nicht nur mit den Herrschenden, sondern untergeordnet früh längst mit sozialen Anweisungen befasste, die bis heute überliefert wurden. Der Codex Hammurapi (Babylon, annäherungsweise 1700 vor Christi Geburt) oder das Zwölftafelgesetz (Rom, etwa 450 v. Chr.) sind Beispiele exakter Normen, die gerne denn Ergebnis vonseiten Politik gewertet werden können. Befasst man sich mit den Politikern den Römischen Gemeinwesen weiterhin dem Imperium Romanum, erkennt man zahlreiche Elemente damaliger Politik auch heute bis jetzt. Es wurde per Kreide Wahl-Werbung an die Hauswände geschrieben (etwa in Pompeji). Es gab einen schwierigen Regierungsapparat auch hitzige Rivalität unter den Amtsträgern. Korruptes Verhalten war ein Anliegen der Legislative und römischer Verhandlungen. Briefe Ciceros an einen Angehörigen belegen, beispielsweise präzise die Auslese in ein Amt des Staates auch taktisch geübt wurde.