Was ist ELENA?

ELENAELENA ist ein Projekt, bei dem der Entgeltnachweis elektronisch erbracht werden sollte. Elena steht dabei für das „elektronische Entgeldnachweis Verfahren. Geplant war es, ELENA flächendeckend und bundesweit ab 2012 einzuführen. Durch den Einsatz von Chipkarten in Kombination mit elektronischen Signaturen sollte das Verfahren umgesetzt und realisiert werden.

Der Umfang von ELENA

Bei Elena sollten sämtliche Arbeitnehmerdaten zentral gespeichert werden. Auf diesen zentralen Speicher sollten unter anderem die Arbeitsagentur Zugriff erhalten. Das Verfahren sollte dabei ähnlich wie bei Abfragen im Rahmen des Kraftfahrzeugbundesamt erfolgen. Hier werden eine Signaturkarte mit einem implementierten Mikrochip benötigt. Nach dem Public-Private Key Verfahren erfolgt die Authentifikation mittels eines vorab generierten Zertifikats.

Vorhaben von Rot-Grün

Die rot-grüne Bundesregierung wollte unter Federführung von Gerhard Schröder die JobCard im Rahmen eines sogenannten Aktionsprogramms Informationsgesellschaft Deutschland 2006 einführen. Auch ELENA war von der Kommission unter Peter Hartz, der bereits mit dem sogenannten „Hartz IV“ in Verbindung steht, als Vorschlag und auf Druck der Arbeitgeberverbänden erarbeitet worden. Ziel war es dabei, dass relevante Daten, die im Zusammenhang mit den Bescheiden zur Leistungsbewillung standen, zentral abzulegen. Zum Beispiel sollten dieses die Zeiten vorheriger Arbeit mit dem entsprechenden gezahlten Entgeld sein. Die Behörden sollten so schneller auf die Daten zugreifen können. Der Leistungsempfänger bzw. Arbeitnehmer musste diesem Zugriff aber schriftlich zustimmen. Diese Zustimmung muss vom Betroffenen, dessen Daten abgerufen werden, ebenfalls elektronische signiert werden.

Welche Karten sollten für ELENA genutzt werden?

Grundsätzlich war angedacht, jede übliche Karten für Signaturen verwenden zu können. Dazu gehören zum Beispiel S-TRUST-Signaturkarten der Sparkasse-Finanzgruppe oder D-TRUST-Signaturkarten der Bundesdruckerei.

Zukunft von ELENA

Für ELENA scheint es zunächst keine Zukunft mehr zu geben. Bereits 2011 war das Vorhaben von der Bundesregierung gestoppt worden. Die zuvor gespeicherten Elena-Daten sind gelöscht
worden. Auch wenn immer wieder Gerüchte zur Neuausrichtung von ELENA kursieren, wird das beendete Projekt wohl auch beendet bleiben. Gerade auch im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung wurden immer wieder Vermutungen über einen Neustart von ELENA laut.

Marc Krüger
(Bild:geralt/pixabay)